Mehr als 3.000 verschiedene Spam-Mailings pro Tag
Deutliches Spam- und Botnet-Wachstum seit Jahresbeginn – Erster jährlicher Webcast “eleven Managed E-Mail Security Report 2009”
09.12.2009, Berlin![]()
Über 3.000 unterschiedliche Spam-Mailings verstopfen jeden Tag die E-Mail-Postfächer von Unternehmen und Privatnutzern weltweit. Dies berichtet das Research Team des führenden deutschen E-Mail-Sicherheitsspezialisten eleven in seinem Webcast zum ersten jährlichen „eleven Managed E-Mail Security Report”. Weitere Trends 2009: Seit Jahresbeginn hat sich das durchschnittliche Spam-Aufkommen verdoppelt, gleichzeitig wuchs die Bedeutung der Botnets in unterschiedlichen Bereichen der Internetkriminalität.
Spam bleibt auch 2009 die größte Bedrohung der IT-Sicherheit, so das eleven Research Team. Mehr als 3.000 unterschiedliche Spam-Mailings verzeichnen die Experten täglich. Während die meisten Spam-Wellen weniger als drei Stunden aktiv sind, halten andere mehrere Wochen an. Jeden Monat verlinken Spam-E-Mails zu 300.000 verschiedenen Websites, 25.000 E-Mail-Adressen und 8.000 Telefonnummern. Seit Jahresbeginn ist das durchschnittliche tägliche Spam-Aufkommen um über 100 Prozent angestiegen, der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Volumen liegt im Durchschnitt bei über 98 Prozent.
Bedeutung der Botnets wächst
Botnets sind nach wie vor das wichtigste Instrument des Spam-Versands und konnten ihre Kapazitäten 2009 deutlich ausbauen. So werden jeden Monat über 20 Millionen einzigartige IP-Adressen zum Spam-Versand benutzt, die jeweils nur kurze Zeit als Spam-Quellen aktiv sind. Zudem hat sich das Aufgabenspektrum der Botnets 2009 deutlich ausgeweitet: Neben dem Spam-Versand werden Botnets unter anderem auch zur Registrierung von Freemail- und Web-Hosting-Accounts, zum Ausspionieren von PINs, TANs und
Passwörtern und zur Umleitung von Traffic auf fingierte Online-Banking-Seiten benutzt. Botnets sind damit heute das bedeutendste Instrument der Internetkriminalität.
Weitere Trends 2009:
• Spam ist längst ein globales Problem geworden: 197 Länder traten 2009 als Spam-Quellen in Erscheinung (zum Vergleich: Die UNO hat 192 Mitglieder). Nur fünf dieser Länder hatten einen Spam-Anteil von unter 50 Prozent, bei 24 Staaten lag er unter 90 Prozent.
• Die Nutzung legitimer Infrastrukturen für den Spam-Versand hat weiter zugenommen. Neben Unternehmensnetzwerken stehen dabei verstärkt große Freemail-Dienste im Fokus der Spammer.
• Die Verbreitung von Viren und anderer Malware zeichnet sich durch eine hohe Fluktuation aus. Der Versand geschieht in Form von Wellen, die innerhalb kürzester Zeit ihren Höhepunkt erreichen. Die Wellen sind meist weniger als 48 Stunden aktiv, folgen jedoch in immer kürzeren Abständen auf einander.
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