Crowdfunding Tops und Flops - Social Media als Schlüssel zum Erfolg

Crowdfunding

Gute Ideen für Projekte aller Art gibt es viele. Nur fehlt oftmals das Geld für die Umsetzung. An dieser Stelle kommt Crowdfunding ins Spiel. Über verschiedene Portale können Ideen von der „Crowd“, sprich der interessierten Öffentlichkeit finanziert werden. Ob Band oder Bastelfreak, viele hoffen auf das vermeintlich „anonyme Kapital“ durch Crowdfunding. Das führt dazu, dass auch die schlechtesten Ideen auf Fundingplattformen landen. Doch oft erreichen seltsame Ideen das Ziel, während gute Projekte versanden. Ein Grund dafür ist gute oder eben schlechte Social Media Kommunikation. Die folgenden drei Beispiele zeigen wie man crowdfunded - und wie nicht.

Klares Konzept und unermüdliche Social Media Kommunikation

Diese Faktoren verhalfen der Band Killerpilze zum Erfolg. Um ein neues Album trotz Trennung vom Major Label finanzieren zu können, setzte die Rock-Band auf Crowdfunding. Mit Erfolg. Von Januar bis April 2014 kamen statt den erhofften 55.000€ sogar über 75.000€ zusammen. Zu der Zeit das größte Fundingprojekt für Musik in Deutschland. Neben der großen Fanbase haben vermutlich die exklusiven Dankeschöns zum Erfolg beigetragen. Wer wollte konnte zum Beispiel beim Videodreh dabei sein. Oder mit den Jungs im Backstagebereich rumhängen. Über Social Media versorgten die Killerpilze ihre Fans ständig mit Videos und Updates von ihrer Tour und vom Crowdfunding. Und schafften Reichweite für das Projekt, das letztendlich alle Erwartungen sprengte.

Gut gemeint statt gut gemacht

Das komplette Gegenteil der gut geplanten Kampagne der Killerpilze hat der Amerikaner Angel Santana auf die Beine gestellt. Seine Idee: 250.000$ für ein Perpetuum Mobile. Davon gibt es allerdings nur ein paar schlechte Skizzen und wie es funktionieren soll, kann er auch nicht erklären. Begleitet hat Santana seine Kampagne mit ein paar halbherzigen Facebookposts. Ein schlecht gemachtes Video, eigentlich Kernstück einer Kampagne und wenig erstrebenswerte Dankeschöns trugen den Rest zum Misserfolg bei. Denn niemand wollte 25$ für ein signiertes Foto des Erfinders oder 50$ für ein signiertes Foto des Erfinders vor seiner Maschine bezahlen. Schlechte Idee, schlechte Präsentation und schlechte Social Media Kommunikation –#SoNicht.

Crowdfunding funktioniert weil Kartoffel

Wie ein Projekt auch ohne gute Idee durch die Decke gehen kann, zeigt Zack Danger Brown. Sein einfaches aber geniales Ziel: „Ich mache Kartoffelsalat“. Was als Witz unter Freunden angefangen hat, nimmt schnell Fahrt auf. Der Grund dafür sind zum Beispiel die witzigen Dankeschöns für Unterstützer. Für einen Dollar erhielt der Unterstützer eine Nennung auf seiner Website und Brown wollte dessen Namen laut aufsagen, während er den Salat macht. Für etwas mehr Geld sollte der Name des Unterstützers in eine der verarbeiteten Kartoffeln geritzt werden. Völlig überrascht von seinem eigenen Erfolg steckte der Starter immer neue Zwischenziele. Bei 35$ zum Beispiel wollte er die vierfache Menge Kartoffelsalat machen. Und bei 100$ sogar zwei verschiedene Rezepte ausprobieren. Der Social Media Ansatz von Brown verhalf zum Erfolg: „Der größte Fehler, den erfolglose Fundingprojekte machen, ist beim Crowdfunding die Crowd zu vergessen.“ Und so hält er seine Unterstützer und die, die es werden wollen auf dem Laufenden. Das Projekt erhält schnell mediale Aufmerksamkeit und wächst deswegen weiter. Statt den angestrebten 10$ kommen sagenhafte 55,492$ zusammen. So viele Unterstützer bringen aber auch logistische Probleme mit sich. Denn der Kartoffelsalatkönig verspricht Unterstützern ab 10$, dass sie in seiner Küche dabei sein können, während er den Salat macht. Letztendlich organisierte Zack Danger Brown eine riesige Kartoffelsalat-Party und spendete das übrige Geld für wohltätige Zwecke. Wir sagen: #SoGehtDas

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