Die Zeit ist reif für einen Personal Web Manager

Ein Personal Web Manager verantwortet die Aktivitäten im WebFirmen investieren Milliarden in Branding, um den USP (Unique Selling Proposition), den Wiedererkennungswert und die Einzigartigkeit von Produkten und Services beim Konsumenten zu stärken. Managern wird zunehmend empfohlen, Social Media und dessen Kommunikationsinstrumente nicht nur für das Unternehmen, die Marke, die Produkte und Dienstleistungen erfolgreich und nachhaltig einzusetzen, sondern für sich selbst – für ihre eigene Vermarktung. Denn der Manager von morgen und ‘Social Median’ wird sich zukünftig (wenn er es heute nicht schon tut) als Marke begreifen lernen – und dafür sich selbst aktiv in Position bringen.Er investiert zukünftig Zeit in Profile auf Social Networks, ein eigenes Blog, einen ‘Micro-Blogging-Stream’ oder verbreitet Informationen via Twitter in Echtzeit (sog. Realtime-Web). Das alles kostet zwar kaum Geld, aber eben Zeit - die wertvollste Ressource unseres Jahrhunderts. Und Zeit – das haben die wenigsten Manager in der modernen Jobwelt 2.0. Der moderne Manager befindet sich immer im Zwiespalt zwischen dem Befolgen seiner täglichen Arbeit im Unternehmen, auf dem Laufenden bleiben sowie dem Produzieren von qualifizierten ‚Mini-Statements‘ und Thesen in den Social Networks, die die persönliche Web-ID aufpolieren. Hinzu kommen immer mehr Herausforderungen, die Unternehmen an den Mitarbeiter aufgrund von Finanzkrise, Kostenreduktion und Personalabbau stellen.

Die Mehrbelastung von Web 2.0 und sozialen Medien tut ihr Nötigstes und will irgendwie gefiltert oder kanalisiert werden. Wie kann man als sehr beschäftigter Businessmensch 2.0 Zeit sparen? Wie kann man dem Phänomen Web 2.0 als erfolgreicher Businessmensch begegnen?

Die Zeit ist reif für das neue Berufsbild des Personal Web Managers. Das sieht auch Martin Meyer-Gossner, Director Sales&Markting bei CBS interactive und Gründer von thestrategyweb.com so:

Profil des Personal Web Manager (PWM)

Der PWM erhält je nach Management-Qualifikation seinen Aufgabenbereich. Vorwiegend geeignet für den Job sind je nach Profil webaffine Top-Manager oder internetbegeisterte Studenten. Der Persönliche Webberater ist in seiner Funktion Coach und/oder Hilfswissenschaftler für erfolgreiche, aufstrebende Business Entscheider, die Reputation im Sinne des Unternehmensmanagements in der virtuell-realen Welt optimieren sowie es selbst zu Ruhm und Ehre bringen wollen.

Verwalter des virtuellen Business

Der PWM organisiert und segmentiert Web-Aktivitäten des Business Entscheiders nach Wichtigkeit der Märkte und internen Umsatzvorgaben sowie nach Themen und Projekten – davon ausgenommen ist die Email-Kommunikation, auf die sich der Business Entscheiders wieder aufgrund des Zeitgewinns durch die Hilfskraft konzentrieren kann. Der Personal Web Manager kümmert sich um die Registrierung auf zahlreichen Internet-Plattformen (von Communities bis Networks) und führt das auf den Business Entscheider und sein Arbeitsumfeld bezogene Monitoring durch und optimiert das Profil des Vorgesetzten. Zusätzlich bringt er RSS-Feeds, Bookmarks, Micro-Blogging und soziale wie auch Business Netzwerke in eine standesgemäße Businessform. Alle Maßnahmen münden extern in einer einheitlichen persönlichen Web-ID bzw. Digital DNA.

Bilateraler News-Aggregator

Der PWM sammelt im Web gemäß der Ausrichtung des Managers Wissen, Beiträge und Trendansätze im Sinne der unternehmerischen Ziele. Darauf basierend überlegt er sich sinnvolle Output-Strategien und erarbeitet Vorschläge für Gruppen-Beiträge in Netzwerken, formuliert diese bestmöglich aus, legt sie zum Korrektur lesen und letztendlich Publizieren vor. Der Manager macht lediglich finale Klicks zur Freigabe.

Unternehmerischer Kontakt-Multiplikator

Der Personal Webmanager ist für die Qualität und den Ausbau des Business-Netzwerks eines Managers verantwortlich. Als Kontakt-Multiplikator registriert, überfliegt, überwacht und optimiert der Persönliche Webberater das Netzwerk des Managers nach alten und neuen fachrichtungsspezifischen Kontakten. Er evaluiert Fach-Gruppen in Business- und Social Networks nach Neukontakten und berät hinsichtlich nützlicher Kontaktanfragen. Zusätzlich bemüht er sich um Moderationsoptionen in Gruppen und sucht nach virtuellen und realen Optionen, den Manager als Sprecher oder in Gastbeiträgen zu platzieren.

Wie wird der Personal Web Manager finanziert?

Unternehmen suchen grundsätzlich nach ultimativen und möglichst effizienten Motivations-Incentives oder Einstellungs-Boni, welche sie dem mittleren und oberen Management nebst Auto, Handy oder der Golf-Club Mitgliedschaft als Motivationsspritze geben können. Warum nicht einen Personal Web Manager dieser Person zur Seite stellen? Er ist produktiv, innovativ und lässt die Firma die Maxime des Web 2.0 leben – auch in Zeiten der Ressourcenknappheit.
Dem Freiberufler ist der Persönliche Webberater lieb und recht, insofern die Auftrags- und Umsatzlage stimmt. Diese Stelle kann man zeitlich-befristet und/oder auf freiberuflicher Basis als steuerliche Abschreibung organisatorisch relativ einfach handeln bzw. als Trainee- oder Praktika-Stelle schmackhaft machen.
Natürlich könnten die Manager auch selbst infolge automatisierter Dienstleistungsangebote im Web (wie Netvibes, PeopleBrowsr, Noserub, etc.) diese Arbeiten erledigen. Aber wer kann allein schon im Businessalltag der Geschwindigkeit des persönlichen Outputs seiner Twitterati folgen. Vor allem, wenn man im Daily Business auch noch auf gute Manieren und angemessene Etikette in Business Netzwerken achten soll. Sprich: Entweder man muss sich langsam in eine für die virtuelle Welt optimierte Multitasking-Maschine entwickeln oder Kommunikationsprozesse 2.0 einfach automatisieren. Einen Personal Web Manager einzuführen, wäre eine professionellere Lösung und schafft zudem zahlreiche Arbeitsplätze.

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