Vier Tipps für ein gelungenes remote All-Hands

Inzwischen finden sogenannten All-Hands-Meetings nicht mehr ausschließlich vor Ort, sondern häufig remote statt. Was gilt es dabei zu beachten? Wir haben ein paar Tipps.

All-Hands Meetings sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Hierzu kommen alle Mitarbeitenden des Unternehmens zusammen und werden mit einer Stimme über die wichtigsten Updates informiert. Außerdem dienen All-Hands Meetings dazu, die Unternehmenskultur bei den Mitarbeitenden zu verankern und die Verbindung zum Management zu stärken.

Der Corona-Pandemie und der rasanten Etablierung neuer (hybrider) Arbeitsmodelle geschuldet, sind All-Hands inzwischen nicht mehr ausschließlich live. Sie finden remote, aber auch hybrid statt. Das ändert natürlich die Regeln, wie ein All-Hands aufgebaut sein sollte. Was muss also beachtet werden, damit die Qualität nicht leidet und die Updates bei den Mitarbeitenden ankommen, auch wenn sie sich hinter ihrem Bildschirm befinden? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt:

1) Das Fundament – die Technik

Keine Frage: Das A und O bei einem Remote-Event ist eine gut funktionierende Technik. Je nachdem, wie digital das Unternehmen bereits aufgestellt ist, kann die Technik komplett inhouse zur Verfügung gestellt werden. Falls nicht, gibt es zahlreiche Dienstleister, die sich auf Live-Streaming-Events spezialisiert haben und bei der Auswahl der Technik bis hin zur Umsetzung unterstützen. Hier sollte auf keinen Fall gespart werden. Denn funktioniert die Technik nicht, wird das Meeting garantiert ein Flop – selbst wenn die geplanten Inhalte noch so gut gewesen sind.

2) Das Publikum sichtbar machen

Für die Teilnehmenden fühlt es sich ungewohnt an, das Publikum bei einem remote-Events nicht zu sehen – geht es doch gerade bei solchen Veranstaltungen um das Gemeinschaftsgefühl. Auch remote gibt es Wege, das Publikum sichtbar zu machen: Bitten Sie beispielsweise die Mitarbeitenden bei der Anmeldung zum Event, ein Foto von sich zu schicken. In einer kurzen Animation zu Beginn des All-Hands können diese Fotos eingeblendet werden und die Teilnehmenden persönlich willkommen geheißen werden. Aus den vielen Fotos lässt sich auch ein Pixel-Bild mit einer Botschaft an die Mitarbeitenden erstellen. Das Gefühl der social unity sollten Sie unbedingt vermitteln!

3) Verbindende Elemente einbauen

Vermeiden Sie einspurige Broadcast-Vorträge. Diesen Tipp kennen Sie sicherlich auch von den All-Hands vor Ort. Doch remote gewinnt eine Einbindung der Teilnehmenden nochmal mehr an Bedeutung. Nutzen Sie einfache Umfrage-Tools wie Mentimeter, um kurze live-Abstimmungen durchzuführen oder Wortwolken von den Mitarbeitenden entstehen zu lassen. Eine Beteiligung hebt zum einen den Unterhaltungsfaktor. Zum anderen bekommen die Mitarbeitenden so das Gefühl, näher dabei zu sein und einen Beitrag zum großen Ganzen liefern zu können.

4) Feedback im Anschluss einholen

Zuletzt ein Punkt, der bei Live- und remote Events gleichermaßen wichtig ist: das Feedback der Teilnehmenden. Vergleichen Sie – falls möglich – die Teilnehmerzahlen Ihres remote-Events mit denen früherer Live-Events. Und fragen Sie die Mitarbeitenden, was ihnen besonders gut gefallen und was ihnen vielleicht gefehlt hat. Vielleicht ergeben sich in neuen Wegen auch neue Chancen. Beispielsweise durch eine neue remote-All-Hands Kultur. Das lässt sich jedoch nur mit dem Feedback Ihrer Mitarbeitenden herausfinden.

Remote-All-Hands sind nur einer von vielen Bausteinen, die die Kommunikation in einer hybriden Arbeitskultur stärken. Was es noch braucht und warum die interne Kommunikation bei der Einführung und Etablierung einer neuen Arbeitskultur eine entscheidende Rolle spielt, lesen Sie in unserem Whitepaper „Hybride Arbeitskultur.

Autor:in

Analena Rischpler

Hat auf ihrem Weg vom Journalismus in die Agentur die Leidenschaft für Sprache im Gepäck. Kleidet komplexe Themen gerne in einfache Worte und strickt aus klaren Worten überzeugende Argumente. Studierte an der LMU München Politische Wissenschaften und Kommunikationswissenschaften und lernte bei der Süddeutschen Zeitung ihr journalistisches Handwerk.

Seit mehr als 15 Jahren berät sie sowohl in der internen als auch externen Kommunikation: Von internen Newslettern über Townhall-Meetings bis hin zum Wandel der Internen Kommunikation im Zuge hybrider Arbeitsmodelle bei großen internationalen Kunden

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