Secure.me: Den Überblick über persönlichen Facebook- und Web-Content behalten

Jedem Facebook-User ist inzwischen klar, dass er mit Partybildern und mit kritischen Äußerungen auf Pinnwänden vorsichtig umgehen sollte. Bevor Nutzer etwas öffentlich posten, sollten sie sich genau überlegen, für wen der Inhalt sichtbar wird. Schließlich wirkt sich alles auf die persönliche Online Reputation aus. Mit Hilfe verschiedener Privatsphäre-Einstellungen und festgelegten Freundeslisten kann in Social Media der Zugriff limitiert werden. Die App secure.me verspricht dem User zusätzliche Kontrolle über seine Daten.

Secure.me weist auf Bedrohungen in Facebook hin

Veröffentlicht ein Nutzer Posts ohne Privatsphäre-Einstellungen, hat jeder auf die enthaltenen Informationen über das soziale Netzwerk Zugriff. Außerdem haben Social Apps wie Instagram, der Facebook Messenger oder Pinterest Zugang auf die Daten der User. Wer sich dafür interessiert, wie offen seine Informationen auf Facebook zugänglich sind und welche Einstellungen er ändern sollte, kann secure.me verwenden. Die App gibt Auskunft darüber, wo Bedrohungen in Social Media lauern und welche Einstellungen geändert werden sollten, um die Privatsphäre zu schützen. Ähnlich wie ein Antivirenprogramm überwacht secure.me Facebook und weist seinen Nutzer auf bedenkliche Einträge, z. B. kompromittierende Inhalte oder öffentlich zugängliche Daten, hin.

secure.me scannt die Profile daraufhin, wer die Daten abrufen kann und welche Social Apps auf diese Zugriff haben. Anhand der Ergebnisse kann der Nutzer die Einstellungen überarbeiten. Zusätzlich werden die Einträge von Freunden und Bekannten überprüft und der App-User auf Bemerkungen hingewiesen, die sich auf ihn beziehen. Ein weiteres Feature ist das Scannen von Bildern. Dazu braucht der Facebook-User secure.me nur drei Bilder von sich zur Verfügung zu stellen und schon durchsucht es über biometrische Gesichtserkennungs-Technologie Bilder von Freunden. Dem User wird dabei versprochen, dass auch nicht-markierte Bilder gefunden und zugeordnet werden.

Kindersicherung für Social Media

Für Eltern stellt secure.me außerdem die Möglichkeit bereit, den Überblick über ihre in Social Media aktiven Kinder zu behalten. Gerade die Gefahren, die auf Kinder in Social Media lauern könnten, werden schließlich häufig diskutiert. So bietet secure.me eine Funktion an, mit der sich Eltern einen Überblick über die Aktivitäten der Kinder verschaffen können. Die Software scannt die Inhalte des Kindes sowie seines Netzwerks in Facebook. Eltern werden somit informiert, welcher Content ausgetauscht wird und mit wem das Kind in Kontakt ist. Sie erhalten Ratschläge, welche Einstellungen geändert werden sollten. Sie haben folglich großen Spielraum und Einblick in die Interaktionen der Kinder und deren Freunde – die Einsichten sind viel größer als wenn sie nur bei Facebook befreundet sind. Um kritische Bilder des Kindes zu finden, kann auch hier die biometrische Gesichtserkennung genutzt werden. Ob eine derartige Kontrolle der Eltern zu einer Vertrauensbasis beiträgt und ob sie wirklich die bessere Alternative zum Austausch mit den Kindern ist, müssen die Eltern und Kinder für sich entscheiden.

Versicherung der persönlichen Online Reputation jetzt auch in Deutschland

Bei Problemen mit bereits veröffentlichtem Content bieten Versicherungen Schutz an. Nach Frankreich ziehen nun auch Versicherer in Deutschland nach. Seit Anfang Oktober gibt es von der ARAG unter dem Label ARAG web@ktiv eine umfassende Rechtsschutzversicherung für die Internetnutzung des Kunden. Diese gilt für Privatkunden und bietet für Online-Shopping, Datenmissbrauch und Cyber-Mobbing Unterstützung. Außerdem wird dem Versicherten geholfen, wenn er kompromittierende Inhalte löschen lassen möchte und der Verursacher dafür zur Rechenschaft gezogen werden soll.

Den Überblick über seine eigenen Daten in Social Media behalten

Secure.me und auch die Versicherungen bieten Möglichkeiten, seine Online Reputation im Auge zu behalten. So kann leichter reagiert werden, sollten doch einmal kritische Inhalte im Internet öffentlich werden. Jedoch muss sich der User bewusst sein, dass er mit der Verwendung von secure.me einer weiteren App Zugriff auf persönliche Daten gibt. Erst dann werden sie zum eigenen Schutz verwendet. Das Gleiche gilt für Bilder: Für den Nutzer von Facebook ist es sicherlich hilfreich zu sehen, welche Bilder von ihm im Netzwerk die Runde machen, ohne dass er davon weiß. Doch will er dann wirklich drei weitere aus der Hand geben? Letztendlich ist jeder selbst für seine Online Reputation verantwortlich und sollte sich bei selbst eingestellten Content darüber im Klaren sein, was er für wen öffentlich macht.

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