Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise

Corona Kommunikation München

2020 wird in die Geschichte eingehen als das Jahr der Corona-Krise und der damit einhergehenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Der Corona-Virus „Covid-19“ entwickelt für viele Unternehmen eine besondere Dynamik. Neben dem betrieblichen Gesundheitsmanagement sind vor allem die Kommunikationsabteilungen gefordert: Sie befinden sich seit Monaten im Krisenmodus. Es gilt, externe und interne Stakeholder umfassend zu informieren und aufzuklären, Unsicherheiten auszuräumen sowie Stabilität und Sicherheit auszustrahlen.
Was in China begann, hat sich in hoher Geschwindigkeit als Pandemie in der ganzen Welt verbreitet und dominiert aktuell, nicht nur in Bayern und der Landeshauptstadt München, alle Bereiche unseres Lebens.

 


"Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.“

Angela Merkel


 

Massive Einschränkungen verstärken Kommunikationsaktivitäten

Maßnahmen, die in dieser Corona-Krise besonders wichtig sind, sind verstärkte Hygienerichtlinien und konsequente Abstandsregeln. Um die Ausbreitung des über Tröpfcheninfektion übertragbaren, hochansteckenden Virus zu verlangsamen, können wir uns und die ganze Welt dabei beobachten, wie wir Mindestabstände einhalten und unser soziales Leben auf ein Minimum reduzieren.

Schön ist es zu beobachten, wie sich Menschen und Unternehmen bemühen, soziale Kontakte trotz Abstandsregeln weiterhin zu pflegen. Auf sozialer Ebene wird über Telefon, Videocalls, digitale Nachrichten und sogar vermehrt auch wieder über den postalen Weg der Kontakt zueinander mehr denn je gehalten – privat und auf Geschäftsebene. In Zeiten, in denen unser Sozial- und Berufsleben von Einschränkungen dominiert wird und die Bevölkerung mit beruflicher und privater Verunsicherung zu kämpfen hat, wird Kommunikation immer wichtiger. Die Unternehmensberatung Deloitte berichtet zum Beispiel von einem Nutzeranstieg bei linearem Fernsehen, insbesondere bei Nachrichten.

Corona führt zu mehr Kommunikation in Unternehmen

Betrachten wir allein unser Geschäftsleben: In manchen Firmen verbringt ein Großteil der Belegschaft derzeit ihre gesamte Arbeitszeit im Homeoffice. Dadurch entstanden im Schnelldurchlauf neue digitale Formen der Kommunikation, Heimarbeit ist überall salonfähig geworden und auch die Tools zur digitalen Zusammenarbeit erlebten einen starken Aufschwung. Das stellt nicht nur die Digitalisierung vieler Unternehmen und vor allem der Länder auf die Probe, es ist auch eine große Umstellung für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die daraus resultierende Unsicherheit von Belegschaft und Kunden beflügelte wiederum die Kommunikation dieser Unternehmen. Sie versenden mehr Pressemeldungen, um Ihre Ziele, Strategien und Entwicklungen nach außen zu kommunizieren, und sind nach innen Informationsbeschaffer Nr. 1 für ihre Mitarbeiter: Der Anbieter für Mitarbeiter-Apps staffbase gibt an, dass Unternehmen von Januar bis März über 160 % mehr Newsbeiträge im Intranet veröffentlichten und auch die interne Leserschaft um 73 % anstieg.

Kommunikation gewinnt massiv an Bedeutung – Experten sind gefragt

Aber nicht nur der Umfang an Kommunikation hat in der Corona-Krise zugenommen. Auch der Bedeutung von Kommunikation wird ein höherer Stellenwert zugesprochen. Wer früher die Einstellung „Schreiben kann jeder!“ vertrat, dem ist nun bewusst geworden, wie wichtig, geschäftskritisch und facettenreich Kommunikation mit all ihren Disziplinen und Schwerpunkten ist. Die Bedeutung von interner und externer Kommunikation wächst, denn das Coronavirus hat Einfluss auf jeden Kommunikationsbereich – sei es PR & Digitale Kommunikation, Employer Branding, Interne Kommunikation, Change Kommunikation, Strategiekommunikation oder Krisenkommunikation. Gerade jetzt sind Kommunikationsprofis mehr denn je gefragt.

Auswirkungen auf PR & Digitale Kommunikation

Mehr Nutzer mit höheren Ansprüchen

Was in unserem Alltag so allumfänglich präsent ist, ist natürlich auch in den Medien ein dominantes Thema. Corona dominiert die Medienberichterstattung. Für die Pressearbeit ist nun wichtig, dass die Kommunikation mit Bedacht gewählt wird: Kommunizieren Sie nur Themen, die für die aktuelle Corona-Berichterstattung und Ihr Unternehmen relevant sind und ihre Kunden interessieren könnten. Denken Sie daran: Durch die Ausgangsbeschränkungen können Sie momentan so viele Menschen erreichen wie noch nie. Das birgt für PR-Aktivitäten Chancen und Risiken gleichermaßen. Denn die Bevölkerung verlangt gerade jetzt nach vielen Informationen, hat aber auch einen höheren Anspruch an die Inhalte. Und Journalisten müssen mehr denn je filtern, da durch die Corona-Berichterstattung andere Themen derzeit deutlich weniger Platz in den entsprechenden Medien haben. Das gilt natürlich für die Tagespresse mehr als für spezialisierte Fachmedien.

Corona verlangt Glaubwürdigkeit auf Social Media

Nutzen Sie für Ihre Corona Kommunikation auch die Social-Media-Kanäle, denn die alltägliche, soziale Interaktion ist vom persönlichen Gespräch nun verstärkt dorthin gewandert. Speziell für die PR bieten sich die Business-Kanäle Linkedin, Xing oder Twitter an. Wenn Sie dort Ihre Follower authentisch und umfassend informieren und durch die Corona-Krise bringen, wird Ihre Unternehmensmarke nachhaltig gestärkt. Wer dabei nicht selbst Neues berichten kann, dem ist geholfen, mit seinen Followern in den Dialog zu gehen. Beweisen Sie Haltung und Fingerspitzengefühl in Ihrer Corona-Kommunikation und informieren Sie sich gerne hier über weitere Möglichkeiten in Public Relations und digitale Kommunikation.

Employer Branding in Zeiten von Corona

Sicherheit und Orientierung stärken die Arbeitgebermarke

Die Corona-Krise ist eine Zeit der Unsicherheit – privat wie beruflich. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen sich um die eigene Gesundheit und, bei medialen Schlagwörtern wie Wirtschaftseinbußen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, auch um ihren Job. Gerade jetzt ist es daher besonders wichtig, der Belegschaft Sicherheit und Orientierung zu geben und verständnisvoll mit ihren Sorgen umzugehen. Investieren Sie in Ihr Employer Branding und stärken Sie Ihre Arbeitgebermarke, das schafft nachhaltiges Vertrauen in Sie als Arbeitgeber.

Unternehmenskultur ist auch in Zeiten von Corona das A und O

Was in Zeiten von Covid-19 noch wichtig ist? Behalten Sie Ihre Unternehmenskultur bei und etablieren Sie sie, wenn nötig und möglich, noch stärker. Kümmern Sie sich um Ihre Belegschaft, in Zeiten von Homeoffice auch remote aus der Ferne. Ob Remote-Yoga oder ein virtueller After-Work-Drink der Kreativitität sind keine Grenzen gesetzt. Und Sie beweisen damit, dass Sie auch in Krisenzeiten Ihre Versprechen und Unternehmenswerte halten. Das stärkt Ihre Arbeitgebermarke und bindet Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an Ihr Unternehmen. Und denken Sie nicht nur an Ihre langjährigen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch an diejenigen, die gerade neu an Bord sind. Für sie ist das Ankommen in einem neuen Job gerade besonders herausfordernd. Hier lesen Sie, wie Onboarding in Zeiten von Corona gelingen kann und welche Erfahrungswerte es gibt.

Die Belohnung für Ihre Bemühungen? Loyale Mitarbeiter, die Ihr Unternehmen von innen und nach außen stärken und bestenfalls in Arbeitgeberbewertungen oder als Testimonials auf offiziellen Kanälen Ihres Unternehmens darüber berichten. Das kann Sie nach Corona schnell in eine attraktive Vorbildfunktion katapultieren und ausschlaggebend sein für die zukünftige Suche nach passenden Fachkräften.

Interne Kommunikation wird immer wichtiger

Corona-Kommunikation und interne Kommunikation müssen Hand in Hand gehen

Ein Learning aus der Corona-Krise sticht besonders hervor: Interne Kommunikation ist wichtiger als viele Unternehmen je gedacht haben. Was lange Zeit von vielen als Nice-to-have angesehen wurde, zeigt sich im Jahr des Coronavirus als Must-have.

Corona-Kommunikation und interne Kommunikation müssen Hand in Hand gehen. Insbesondere weil sich ein völlig neuer Bedarf an Mitarbeiterkommunikation aus der Corona-Krise entwickelt hat: Wenn der Großteil der Belegschaft im Homeoffice arbeitet, müssen Führungskräfte neue Wege finden, um mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommunizieren. Täglicher Smalltalk, Flurfunk und kurze Meetings zwischendurch fallen weg. Hier muss die Kommunikation völlig neu und vor allem digital gedacht werden – in Form von virtuellen Mitarbeiterevents, verstärkter Kommunikation im Intranet und digitalen Meeting-Optionen über Anbieter wie Zoom oder Teams. Helfen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich im Dschungel der neuen Möglichkeiten zurechtzufinden. Denn Homeoffice ist für viele vor allem eines: eine große Umstellung verbunden mit vielen Veränderungen. Dieser Blog-Artikel gibt einige Tipps und Tricks für das Arbeiten von zu Hause.

News vom eigenen Unternehmen besonders glaubwürdig für Arbeitnehmer

Die Kommunikationsagentur Edelman hat in seinem Trust-Barometer 2020 herausgefunden, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Berichterstattung des eigenen Arbeitgebers als glaubwürdigste Informationsquelle – noch vor Wirtschaft und Politik – ansehen. Ihnen als Unternehmen kommt damit eine besondere Verantwortung zu: Ihre Belegschaft möchte laut Trust-Barometer mindestens einmal täglich mit relevanten Neuigkeiten zum Coronavirus informiert werden. Manche Unternehmen müssen dafür neue Wege gehen: ein Intranet oder eine weiterführende App einführen, interne Newsletter entwickeln oder Meetings neu denken. Aber auch bei Unternehmen, in denen die interne Kommunikation vor Corona bereits gut funktionierte, stehen Veränderungen an: Frequenz der Beiträge steigern, Sorgen direkt adressieren, über regelmäßige Mailings mehr in den Dialog gehen, digitaler werden. Diese Veränderungen erfordern nicht nur schnell entwickelte Konzepte und Task Forces, sondern auch Mut, zahlen sich aber auch aus, weil der Betrieb aufrechterhalten wird und die Belegschaft sich in der Krise auf Orientierung und Sicherheit vom Unternehmen stützen kann. Lassen Sie sich von Experten unterstützen und informieren Sie sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Internen Kommunikation.

Die Corona-Krise fordert die Change Kommunikation

Durchdachte Kommunikation nach innen und außen

Kaum ein Ereignis in jüngster Zeit hat Unternehmen so rasant zu Veränderungen gezwungen wie das Coronavirus: Umstellung auf Homeoffice, damit einhergehend der vermehrte Einsatz von digitaler Infrastruktur, der Verzicht auf Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen, veränderte Nachfrage, Herausforderungen in der Kommunikation mit Kunden, gänzlich neue Geschäftsmodelle. Veränderungen so klein oder groß sie sein mögen müssen sinnvoll, nachhaltig und vor allem verständlich kommunikativ begleitet werden. Dabei muss die Kommunikation strategisch durchdacht sein und die Empfänger – intern wie extern – zum Teil in rasantem Tempo erreichen.

Keine Alleingänge in der Krise

Corona und Change Kommunikation heißt auch Standleitung zur Unternehmensführung – denn bestenfalls zeigen sich Geschäftsführung und definierte Führungskräfte regelmäßig und kommunizieren selbst. Geben Sie auch den Teamleitern Tipps und Tricks an die Hand, wie und über was sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Corona-Krise informieren. Wichtig dabei: keine Alleingänge. Es kann nur kommuniziert werden, was in der Unternehmensführung beschlossen und freigegeben wurde. Hierzu empfehlen wir auch eine Corona Task Force mit Mitgliedern aller Unternehmensbereiche, damit alle Perspektiven berücksichtigt werden können. Lassen Sie sich bei consense communications von Kommunikationsberatern begleiten, die zusätzlich über eine fundierte Ausbildung als systemischer Coach und Organisationsentwickler verfügen und profitieren Sie so von weiteren Effekten.

Strategiekommunikation nachhaltig angehen

Zeitnah kommunizieren

Unternehmensstrategien entstehen natürlich nicht erst seit Covid-19. Ob neue Geschäftsmodelle, neu zu erschließende Märkte, neue(r) CEO mit veränderter Zielsetzung für das Unternehmen: Wenn sich wichtige Stoßrichtungen in einer Firma ändern, betrifft das nicht selten jeden Unternehmensbereich und damit alle Beschäftigte. Während sich Geschäftsführung und Führungskräfte über Strategien und damit einhergehende Veränderungen meist mit sehr viel Vorlauf intensiv beschäftigt haben, trifft es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig ohne Vorwarnung. In Zeiten von Corona, in denen sich Strategien auch für Geschäftsführende oft sehr kurzfristig ändern, sind die Herausforderungen für alle Beteiligten besonders hoch. Langfristige Vorbereitung einer nachhaltigen Kaskadenkommunikation mit unter anderem ausgefeilter Masterstory, definierten Zielgruppen und Kommunikationskanälen, Kernbotschaften und Q&A-Dokumenten ist vielfach nicht möglich, zumindest nicht mit eigenen Bordmitteln.

Nichts überstürzen

Unternehmensstrategien müssen zeitnah intern an die Mitarbeitenden und extern an Stakeholer wie Presse, Kunden, Dienstleister etc. kommuniziert werden. Doch brechen Sie nichts übers Knie. Holen Sie sich gegebenenfalls Kommunikationsexperten und andere externe Berater und Experten ins Haus. Investieren Sie die Zeit, ein detailliertes Konzept für Ihre neue oder veränderte Unternehmensstrategie zu erstellen – auch für die Zeit nach Corona. Je klarer und verständlicher Sie Ihre Strategie im Vorfeld kommunikativ definiert und ausgearbeitet haben, desto leichter lässt sie sich an die entsprechenden Zielgruppen vermitteln. Wichtig für die Strategiekommunikation sind gute Geschichten in Form von strategischem Storytelling, das den Inhalt Ihrer Strategie auf einfache Inhalte reduziert und schnell und unkompliziert nachvollziehbar macht.

Eine wenig oder gar schlecht durchdachte Kommunikation lässt sich nur sehr schwer wieder "einfangen" beziehungsweise kostet später viel Kraft und vor allem Ressourcen. Denn eine Unternehmensstrategie, die interne und externe Stakeholder nicht verstehen, kann auch seine volle Kraft nicht freisetzen. Wenn Sie also voll hinter Ihrer Unternehmensstrategie stehen und zukünftig alle Entscheidungen danach ausrichten möchten, kümmern Sie sich frühzeitig um eine begleitende Strategiekommunikation. Sie werden es nicht bereuen!

Corona und Krisenkommunikation

Krisen- und Notfallplan an Corona-Lage anpassen

Die Krisenkommunikation von Unternehmen wird in Zeiten von Corona massiv auf die Probe gestellt. Kleine und große Firmen stehen vor enormen Herausforderungen, selbst diejenigen, die bereit krisenerprobt sind.

Deswegen empfehlen wir: Entwickeln Sie einen Krisen- und Notfallplan, den Sie jederzeit aktuellen Gegebenheiten anpassen können. Eine schnelle, auf Fakten beruhende Kommunikation ist in Zeiten von SARS-CoV-2 und Covid-19 ausschlaggebend. In diesem Whitepaper erhalten Sie erste hilfreiche Tipps, wie Sie als Unternehmen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen können.

Einheitlicher Wissenstand, nach innen und außen

Wie bereits im Punkt Corona und Change Kommunikation erwähnt, empfehlen wir, eine Task Force aus Führungskräften aller Unternehmensbereiche einzurichten, um schnell wichtige Entscheidungen treffen und kommunizieren zu können. Vergessen Sie dabei nicht, für klare Prozesse und einen funktionierenden Informationsfluss zu sorgen, insbesondere in diesen hektischen Zeiten, in denen fast täglich neue Veränderungen auf Ihr Unternehmen zukommen. Informieren Sie intern sowie extern so vollumfänglich wie möglich, um einen einheitlichen Wissensstand zu gewährleisten und damit kommunikative Alleingänge zu vermeiden.

Und nicht zu vergessen: Vergewissern Sie sich bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ob Ihre Krisenkommunikation zu Corona funktioniert. Wie die Belegschaft Ihre Reaktion in der Corona-Krise bewertet, kann sich nachhaltig auf Ihr Unternehmen auswirken. Und gibt Ihnen immer wieder die Möglichkeit, die eigenen Aktivitäten zu reflektieren und bei Bedarf anzupassen.

Was feststeht: In Krisenzeiten wagt man häufig mehr als im Alltagsgeschäft. Nehmen Sie diesen Mut für die Zukunft mit für ein selbstbewusst kommunizierendes Unternehmen auch nach Corona, nach innen und außen.