Drei Unterschiede und zwei Gemeinsamkeiten – Vergleich zwischen Agentur und Unternehmen

Einen Monat in die Haut des anderen schlüpfen: Das würde der Beziehung zwischen Agentur und Unternehmen vermutlich das ein oder andere Mal ganz guttun. Unsere Hospitantin Katharina hat im Mai den Versuch gewagt und ihr Home Office für Roche Pharma in Penzberg mit einem Bürostuhl in unserer Agentur getauscht.

Unterschied 1: Das Zusammengehörigkeitsgefühl

Während man im Unternehmen meist auf die Spezialisten anderer Fachbereich trifft, sprechen in der Agentur alle die gleiche Sprache. Das macht es einfach, schnell Ideen auszutauschen und Erfahrungen einzuholen. Besonders nach einem ganzen Jahr Home-Office habe ich gespürt, wie meine Kreativität und ich neu belebt wurden.   

Unterschied 2: Wissen, Wissen, Wissen

Eine Sache, die an Unterschied 1 anschließt und mir besonders in Erinnerung bleiben wird, ist das unbändige Wissen, das man in so einem Team von Gleichgesinnten hat. Klar, Kommunikationsabteilungen in Unternehmen haben teilweise auch große Teams und Austauschmöglichkeiten mit internationalen Kollegen, aber seien wir mal ehrlich: Man „schwimmt schon oft in seinem eigenen Saft“ und hat häufig dieselben Themen auf dem Tisch. Während eines Acht-Stunden-Agentur-Tages ist das Gehirn dann doch sehr gefragt: Wie können Strategie-Themen für die MitarbeiterInnen in eine gute Storyline gepackt werden? Was ist die Essenz des Fachartikels über Feuerwehrbekleidung und wie kann das trendige Meme für den Social-Media-Kunden genutzt werden? Das Einschlafen fiel mir abends auf jeden Fall nicht schwer.

Unterschied 3: Gelebte Agilität

Agenturen sind aufgrund ihrer Größe von Natur aus flexibler als Unternehmen mit mehreren tausend MitarbeiterInnen. Dadurch wird hier Agilität nicht nur partiell in ein Projekt eingebracht, sondern richtig gelebt. In der Agentursteuerung wird regelmäßig geprüft, ob das Kunden-Mitarbeitenden-Verhältnis passt. Das macht das Ganze dynamisch und spannend. So ist es möglich, sich auch mal umzuorientieren, wenn man von der internen Kommunikation genug hat und lieber in Journalisten-Gespräche einsteigen will. Das bedeutet aber auch: Für den Agenturalltag sollte man eine gewisse Anpassungsfähigkeit und Flexibilität mitbringen.

Gemeinsamkeit 1: Fragen stellen & Fragen beantworten

Menschen, die in der Kommunikation arbeiten, sind wissbegierige Menschen, denn das ist Teil ihres Jobs. Nur wer die Hintergründe versteht, kann seinen Kunden das bestmögliche Ergebnis liefern – unabhängig davon, ob man interne Kommunikation oder PR-Arbeit macht. Deswegen wurde ich auch bei jeder neuen Vorstellungsrunde im Team mit Fragen überhäuft. Diese Fragerei ist aber auch im Unternehmen von Bedeutung, wie Gemeinsamkeit 2 zeigen wird.

Gemeinsamkeit 2: Beratung bleibt Beratung

Ganz gleich, ob im Unternehmen oder in der Agentur: Der Job eines Kommunikators dreht sich immer viel um die Beratung – dafür sind Experten schließlich da. Unser Job ist es, die Unternehmenslenker bei ihrem Kerngeschäft zu unterstützen.

Kommentar schreiben