Clubhouse: Was hinter dem Hype steckt und wie Unternehmen ihn nutzen können

Kaum hat 2021 begonnen, gibt es schon einen neuen großen Social-Media-Hype: Clubhouse. Innerhalb kürzester Zeit versammeln sich immer mehr Influencer, Start-Up-Größen und Politiker auf der neuen Audio-only-Plattform. Was steckt dahinter? Wir haben Clubhouse getestet!

Clubhouse ist eine soziale Audio-Plattform, auf der User in sogenannten Räumen live diskutieren können – eine Mischung aus Podcast und Podiumsdiskussion. Jeder User kann einen eigenen Raum öffnen und seine Follower zur Diskussion einladen. Zuhörer können virtuell die Hand heben und so ebenfalls an dem Gespräch teilnehmen.

Bislang können sich nur Personen auf der Plattform anmelden, die eine Einladung von einem aktiven User bekommen haben und ein Apple-Gerät nutzen. Die beiden Gründer Paul Davison und Rohan Seth begründen das damit, dass sie noch in der Testphase stecken und die App zunächst nicht überlasten wollen. Eine Öffnung für das breite Publikum soll später folgen.

Was macht Clubhouse so interessant?

Wer die heiß begehrte Audio-App bereits ausprobiert hat, kann den Suchtfaktor und Hype bestätigen. Es fühlt sich fast so an, als tausche man sich direkt zum Beispiel mit Dorothee Bär, der Staatsministerin für Digitales, oder dem About You-Gründer Tarek Müller in einem persönlichen Call aus. Viele überraschende und mehr oder weniger prominente Gesprächspartner sind dabei, sie würden so wohl normalerweise nicht zueinander finden.

Wie können Unternehmen die Plattform für sich nutzen?

Noch ist die App in ihren Anfängen. Das können Unternehmen für sich nutzen: Aufgrund der noch kleinen Community werden sie schneller gesehen und können aufmerksamkeitsstark die Vorreiterrolle einnehmen. Eine starke Präsenz lässt sich aufbauen, indem man regelmäßige Talks stattfinden lässt, um zum Beispiel die Employer Brand mit Insights aus dem Unternehmen auszubauen. Gut kommt dabei immer an, wer seine Community Fragen stellen lässt. Ein weiterer Aspekt, der nicht zu verachten ist, ist die Teilnahme an Diskussionen. So lässt sich Awareness für die eigene Marke aufbauen und die Unternehmensphilosophie verbreiten.

Und sonst so?

Der bunte Blumenstrauß an Themen und Persönlichkeiten lässt einen lange in der App verweilen und immer wieder von Raum zu Raum springen - ein Punkt, der auch Kritik aufwirft. Noch ist die App eher unstrukturiert, es ist möglich, zu jedem Thema zu sprechen. Es gibt keine Moderation oder ein Filtersystem, das Themen wie Antisemitismus oder Fremdenfeindlichkeit aussortiert.

Fazit

Zunächst lässt sich die App sehr gut für Business-Talks nutzen. Wenn aber die breite Masse auch Zugang zur Audio Plattform erhält, muss sich der Mehrwert von Clubhouse erst einmal etablieren. Spaß macht es allemal: Besonders in Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen fühlt sich die Networking-App wie ein spannendes Event an – und so sollte sie auch so genutzt werden.

Autor

Pia von Rothkirch

Als Ostseekind in die Berge: Die gebürtige Mecklenburgerin zog es zum Studium der Kommunikationswissenschaften nach Passau und ist seitdem in Bayern geblieben. Fühlt sich in ihrem Dirndl genauso wohl wie mit dem Tennisschläger in der Hand. Als Digital Native liebt Pia die Social-Media-Welt und spricht mit html, xml und Python die Sprachen des Internets.

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