Retro, aber effektiv: So sorgen GIFs für größere Aufmerksamkeit

Ob bei Mode, Möbeln oder Musik: Immer wieder gibt es Phasen, in denen längst Vergessenes wieder auf der Bildfläche erscheint. Auch im Internet tauchen diese Retro-Trends regelmäßig auf. Ein gutes Beispiel dafür sind animierte GIFs (Graphics Interchange Format), die seit einiger Zeit ein beeindruckendes Comeback feiern und sich größter Beliebtheit erfreuen. Doch wie können GIFs erfolgreich in der Unternehmenskommunikation eingesetzt werden?

Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, warum GIFs ein Comeback feiern und warum sie so gut in der Unternehmenskommunikation funktionieren. Eine einfache Erklärung für den Hype des Bewegtbildes ist, dass unser Gehirn visuellen Content mag. Je stärker das Betrachtete mit bereits Vorhandenem verknüpft werden kann, desto leichter können wir uns Dinge merken. Besonders einprägsam sind deshalb Bilder. Da diese nicht nur unsere Erinnerungen wecken, sondern auch Emotionen hervorrufen, sind Bilder reichhaltiger als das geschriebene Wort. Das stärkere Aktivieren unseres Gehirns stimuliert ein langfristiges Erinnern. Noch nach Tagen können wir Hunderte von Bildern wiedererkennen. Das sollten sich Unternehmen zu Nutze machen und die kurzen Filmchen auf ihren Plattformen spielen, um so eine stärkere Sichtbarkeit zu erlangen.

Wo können GIFs eingesetzt werden?

GIFs können in vielen Bereichen der Unternehmenskommunikation eingesetzt werden. Ein zunehmend wichtiger Bereich der externen Kommunikation ist das Community Management in den sozialen Medien. Hier ist der Einsatz von GIFs sehr effektiv und kann ein Thema schnell auflockern. Aber aufgepasst: Während sich Plattformen wie Facebook ganz wunderbar für eine humorvolle Kommunikation eignen, erfordert LinkedIn eine seriösere Kommunikationsstrategie. Instagram wiederum bietet keine Möglichkeit, mit GIFs auf Kommentare zu antworten.

Doch nicht nur das Community Management funktioniert mit GIFs. Auch ganze Marketingkampagnen können mit GIFs gestaltet werden. Da die bewegten Bildchen einfach umzusetzen sind, können Unternehmen aus ihrem eigenen Bildmaterial schnell ein GIF basteln.

Wie Netflix mit seiner Kampagne in Paris gezeigt hat, sorgen GIFs einfach und schnell für jede Menge Aufmerksamkeit. Der Streamingdienst reagierte auf die Stimmungslage der Pariser mit GIFs aus eigenen Film- und Serienproduktionen – ausgestrahlt auf digitalen Billboards überall in der Stadt. An einem Freitagnachmittag spielte Netflix beispielsweise Bildmaterial von erleichterten Menschen, die sich auf das Wochenende freuen.

Ein weiterer Bereich der Unternehmenskommunikation, in dem GIFs eingebunden werden können, ist die interne Kommunikation. Über Kommunikationstools wie Microsoft Teams können KollegInnen sich gegenseitig GIFs senden und so auf Nachrichten und Situationen reagieren. Aber auch hier gilt: Die bewegten Bilder müssen der Situation angemessen sein.

Warum GIFs sinnvoll in der Unternehmenskommunikation sind

Ein GIF, das auf einer Facebook Fanpage geteilt wird, bekommt sehr viel mehr Likes als ein Foto und doppelt so viele Likes wie ein Video. Dass GIFs das Engagement fördern, hat die folgenden zwei Gründe: Mit den bewegten Bildchen können Emotionen einfach überbracht werden. Und sie heben sich von der Masse durch ihren Bewegtbildinhalt ab. Außerdem wird mit einem gut gelungenen GIF Brand Awareness geschaffen. Wer mit seinen GIFs aus der Masse heraussticht, fördert seine Markenbekanntheit und schafft Aufmerksamkeit. Auch der Entertainment Faktor ist dabei nicht zu unterschätzen. Wer es dazu noch schafft, kurze und emotionale Geschichten mit seinen GIFs zu erzählen, hat eine Chance auf virale Verbreitung.

Fazit

Da GIFs leicht konsumierbar und – aufgrund ihrer Bildsprache – auch leicht verständlich sind, bergen sie ein hohes Potenzial für soziale Netzwerke. Das ermöglicht Unternehmen, ihre Markenbekanntheit zu steigern oder Imagepflege zu betreiben. Neben den klassischen sozialen Netzwerken können jedoch auch andere Kanäle mit animierten Bildern bespielt werden. Durch gezieltes und wohldosiertes Einsetzen von eigenen hochwertigen GIFs können Unternehmen sich – auch aufgrund des Unterhaltungsfaktors – über eine zunehmende Bekannt- und Beliebtheit freuen.

Autor

Pia von Rothkirch

Als Ostseekind in die Berge: Die gebürtige Mecklenburgerin zog es zum Studium der Kommunikationswissenschaften nach Passau und ist seitdem in Bayern geblieben. Fühlt sich in ihrem Dirndl genauso wohl wie mit dem Tennisschläger in der Hand. Als Digital Native liebt Pia die Social-Media-Welt und spricht mit html, xml und Python die Sprachen des Internets.

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