Fünf Tipps, wie Instagram zum Employer Branding–Tool wird

Instagram kann dabei helfen, Young Talents für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Wir haben fünf Tipps, wie die Employer Branding-Strategie zum Erfolg führen kann.

Instagram ist unbestritten eines der bedeutendsten Social Media Plattformen weltweit. Laut Hootsuite Digital Report 2022 erreicht das Netzwerk allein in Deutschland ungefähr jede dritte Person. Reichweite und Einfluss sind also enorm. Das Potential haben auch viele (wenn nicht sogar fast alle?) Unternehmen erkannt und sind mit einem eigenen Account auf Instagram zu finden. Nicht nur aus Gründen der Kundengewinnung, sondern auch, um insbesondere die Generationen Y und Z durch attraktives Arbeitgebermarketing für sich zu begeistern.

Doch was gibt es dafür zu beachten und was sollte unbedingt vermieden werden? Unsere wichtigsten Dos und Don’ts einer gelungenen Instagram-Strategie.

Do: Basics ernst nehmen

Das eigene Profil ist die Visitenkarte des Unternehmens. Auch hier gilt: Der erste Eindruck zählt. Um den Wiedererkennungswert zu erhöhen, sollten sich Username und Profilbild ergänzen – der Firmenname und das Logo eignen sich am besten. Die Biografie fasst die wichtigsten Infos zum Unternehmen knapp zusammen. Eine einheitliche Bildsprache sowie klug gewählte Hashtags sind ebenfalls unverzichtbar. Eines muss in jedem Fall erkennbar sein: der rote Faden. Dieser zieht sich sowohl sprachlich als auch optisch durch die gesamten Feed-Postings.

Do: Authentisch bleiben

Nur wenn man von sich und seinen Mitarbeitenden ein realistisches Bild zeigt, findet man auch die passenden Personen für sein Unternehmen. Insbesondere die Jüngeren wissen meist genau, was sie wollen. Einblicke in den Arbeitsalltag sollten daher nicht gestellt sein, sondern das Betriebsklima bestmöglich widerspiegeln. Auch Story-Takeovers sind eine gute Möglichkeit, das Unternehmen aus Sicht derer vorzustellen, die bereits dort arbeiten. Dabei sollten alle einmal zu Wort kommen – vom Praktikanten bis zur Chefin. In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn zu überlegen, wer sich von seinen Mitarbeitenden eignet, um als Corporate Influencer das Unternehmen über eigene Social Media Aktivitäten nach außen zu vertreten. 

Do: Aktiv sein lohnt sich

Das alleinige Posten von Bildern oder Videos ist vertane Liebesmüh, solange man nicht persönlich auf seine Follower eingeht. Möglichkeiten, um mit seinen Fans in Kontakt zu treten, gibt es viele: Fragen stellen und beantworten, Kommentare hinterlassen, Gespräche aufbauen sowie Live-Story-Sessions. Letztendlich geht es darum, sich für seine bestehenden Follower zu interessieren sowie neue Anhänger zu gewinnen. So haben sie das Gefühl, auch im echten Arbeitsleben vom potenziellen neuen Arbeitgeber ernst genommen zu werden.  

Don’t: Seine Zielgruppe nicht kennen

Auf Instagram tummeln sich vor allem junge Menschen. Und die sind an witzigen und unkonventionellen Inhalten interessiert. Employer Branding, das sich selbst zu ernst nimmt, kommt dagegen nicht gut an. Versucht ein Unternehmen dagegen krampfhaft, „cool“ zu wirken, bleibt auch das nicht unbemerkt und die Authentizität geht flöten. Wichtig ist also, den richtigen Content für seine Zielgruppe zu entwickeln, ohne sich dabei selbst zu verlieren.  

Don’t: Schnellschüsse statt Redaktionsplan

Klar will man mit seinen Postings Aufmerksamkeit erregen und neue Follower dazu gewinnen. Die Feed-Beiträge sollten aber im Voraus geplant und gut durchdacht sein – schließlich repräsentieren die Posts das eigene Unternehmen. Schnellschüsse haben oftmals nicht die gewünschte Qualität und wirken sich negativ auf das Gesamtbild aus. Niemand will seine Zeit mit schlecht gemachten Bildern oder wenig aussagekräftigen Texten vergeuden. Ein Redaktionsplan schafft Abhilfe: Dieser dient der langfristigen Planung und sammelt konkrete Ideen zu Post-Texten, Visuals, Hashtags usw.

Don't: Immer auf die gleichen Mittel zurückgreifen

Nichts langweilt die User mehr als dieselben Motive immer und immer wieder. Sie wollen unterhalten und inspiriert werden. Ein Mix aus Bildern und Videos, Storys vom letzten Event oder ein Video von der Messe geben exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag. Auch Schnappschüsse aus dem Teammeeting oder die Inszenierung des süßen Bürohundes machen Lust auf mehr.

Unser Pro-Tipp zum Abschluss

Instagram ist ein wertvolles Recruiting-Tool, um sein Arbeitsumfeld möglichst attraktiv und authentisch nach außen darzustellen. Es macht Interessenten neugierig auf mehr und motiviert diese, sich beim Unternehmen zu bewerben. Damit die künftigen Arbeitnehmenden die offenen Stellen des Unternehmens dann auch finden, sollte ein entsprechender Link in der Unternehmensinfo hinterlegt sein. So kann Instagram zum erfolgreichen Employer Branding- Tool für alle Unternehmen werden.

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Autor:in

Annika Munk

Hat Kommunikationswissenschaft studiert und Erfahrungen beim Radio, der Lokalzeitung und im Marketing gesammelt. Bringt jetzt - nach ihren Stationen im Journalismus und im Marketing -  ihr Wissen in PR und Social Media ein. Lässt nicht nur gerne den Blick in die Berge schweifen, sondern hat auch beruflich die nötige Weitsicht.

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