Der aktuelle Trendmonitor Interne Kommunikation 2026 zeigt, dass interne Kommunikation zunehmend strategisch wirkt, ihre Wirksamkeit jedoch häufig an fehlender struktureller Verankerung, klarer Strategie und messbarer Wirkung scheitert.
Interne Kommunikation wird zunehmend als strategischer Faktor für Transformation, Führung und kulturelle Orientierung verstanden. Der Trendmonitor Interne Kommunikation 2026 von Staffbase und der School for Communication and Management bestätigt diesen Bedeutungswandel empirisch. Gleichzeitig zeigt die Studie eine deutliche Diskrepanz zwischen steigenden Erwartungen und begrenzten Ressourcen sowie fehlender struktureller Verankerung. Aus den Ergebnissen lassen sich sieben zentrale Trends ableiten, die die Weiterentwicklung der internen Kommunikation maßgeblich bestimmen.
Veränderung ist kein Ausnahmezustand mehr. Sie prägt den Alltag in vielen Unternehmen und Organisationen. Entsprechend rücken Change- und Transformationsthemen erstmals an die Spitze der Inhalte interner Kommunikation.
Damit verschiebt sich die Funktion der IK deutlich. Sie vermittelt nicht mehr nur Informationen, sondern übersetzt strategische Entscheidungen, ordnet Komplexität ein und schafft Orientierung in Phasen erhöhter Unsicherheit.
Interne Kommunikation wird so zu einem operativen Steuerungsinstrument von Veränderung. Diese Rolle erfordert neue Kompetenzen: konzeptionelle Klarheit, narrative Struktur und ein tiefes Verständnis organisationaler Dynamiken.
Die wachsende Rolle der internen Kommunikation im Change verstärkt zugleich den Bedarf an Effizienz, Skalierbarkeit und Personalisierung. Damit rückt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zwangsläufig in den Fokus.
Der Einsatz von KI hat sich innerhalb kurzer Zeit normalisiert. Über 85 Prozent der Kommunikationsverantwortlichen nutzen KI-gestützte Anwendungen regelmäßig, vor allem für Textproduktion, Übersetzungen und erste visuelle Inhalte.
Gleichzeitig zeigt sich ein strukturelles Defizit. In vielen Organisationen fehlen verbindliche Leitplanken, Governance-Strukturen und klare Verantwortlichkeiten für den professionellen Einsatz von KI. Häufig verhindern Datenschutz- oder Compliance-Fragen eine offizielle Nutzung.
Das Ergebnis ist ein Spannungsfeld zwischen gelebter Praxis und institutioneller Regulierung. Für die interne Kommunikation bedeutet das: KI steigert Effizienz, bleibt aber unter ihrem strategischen Potenzial.
Der zunehmende Einsatz von KI macht jedoch ein strukturelles Defizit sichtbar: In vielen Organisationen fehlt eine übergeordnete strategische Klammer, die technologische Möglichkeiten in eine klare Kommunikationslogik einbettet.
Nahezu alle Befragten betonen die Bedeutung einer klar definierten IK-Strategie. Tatsächlich verfügen jedoch nur 17 Prozent der Befragten Organisationen über ein professionell ausgearbeitetes, schriftlich fixiertes Konzept.
Diese Diskrepanz ist mehr als ein formaler Mangel. Ohne strategisches Fundament lassen sich Prioritäten kaum begründen, Ressourcen schwer argumentieren und Wirkung nicht systematisch messen.
Interne Kommunikation bewegt sich damit häufig in einem strategischen Graubereich: Sie soll strategisch wirken, arbeitet aber ohne strategische Steuerungslogik.
Wo eine belastbare Strategie fehlt, bleibt auch die Erfolgskontrolle unscharf. Die Frage nach der Wirkung interner Kommunikation lässt sich ohne klare Zieldefinition kaum beantworten.
Erfolgskontrolle ist in der internen Kommunikation weiterhin nicht etabliert. Mehr als die Hälfte der Organisationen verzichtet vollständig auf systematische Evaluation.
Gleichzeitig zeichnet sich ein qualitativer Wandel ab. Dort, wo gemessen wird, rücken Engagement, Beteiligung und Stimmungsbilder stärker in den Fokus. Klassische Nutzungskennzahlen verlieren an Bedeutung.
Der Trend weist klar in Richtung wirkungsorientierter Messansätze. Die Umsetzung scheitert jedoch häufig an fehlenden Zielen, klaren KPIs und organisatorischer Priorisierung.
Wirkung entsteht jedoch nicht allein durch Konzepte und Kennzahlen. Entscheidend ist, wie Kommunikation im Führungsalltag gelebt und weitergetragen wird.
Führungskräfte werden als zentrale Multiplikatoren interner Kommunikation wahrgenommen. Ihr Einfluss auf Wirksamkeit und Akzeptanz gilt als hoch.
Gleichzeitig offenbaren die Ergebnisse deutliche Defizite. Fehlendes Kommunikationsverständnis, Zeitmangel und unklare Rollen bremsen die Wirkung. Unterstützungsangebote bleiben häufig punktuell oder operativ.
Damit entsteht ein struktureller Widerspruch: Führungskräfte sollen Kommunikation tragen, ohne systematisch darauf vorbereitet zu sein. Eine nachhaltige Lösung erfordert klare Rollenmodelle, kontinuierliche Befähigung und strategische Einbindung.
Gerade dort, wo Führungskommunikation wirksam ist, entfaltet interne Kommunikation ihre kulturelle Wirkung. Orientierung, Sinn und Zugehörigkeit werden zu zentralen Leistungsversprechen.
Interne Kommunikation wird zunehmend als kulturelle Gestaltungsaufgabe verstanden. Emotionale Bindung, Sinnvermittlung und Zugehörigkeit gewinnen deutlich an Bedeutung. Mitarbeitende erwarten nicht nur Information, sondern Einordnung. Warum verändert sich etwas. Wofür steht das Unternehmen. Welche Werte tragen Entscheidungen.
Damit verschiebt sich der Fokus von reiner Informationsvermittlung hin zu kultureller Orientierung und Identitätsarbeit.
Der Anspruch, Kultur aktiv zu gestalten, steht jedoch in einem zunehmenden Spannungsverhältnis zu den verfügbaren Ressourcen und strukturellen Rahmenbedingungen.
Die strategische Bedeutung interner Kommunikation wächst. Budgets, personelle Ausstattung und Planungssicherheit halten damit jedoch nicht Schritt. Viele Teams arbeiten unter hohem Druck, oft ohne klar definierte Mittel oder langfristige Perspektive. Das erschwert strategische Arbeit, fördert operative Überlastung und verstärkt bestehende Defizite bei Strategie und Wirkungsmessung.
Ohne strukturelle Aufwertung bleibt interne Kommunikation in einem permanenten Zielkonflikt zwischen Anspruch und Machbarkeit.
1. Interne Kommunikation wird strategisch – aber oft ohne strukturelle Verankerung.
Sie soll Transformation, Führung und Kultur steuern, verfügt jedoch häufig weder über klare Strategien noch über ausreichende Ressourcen.
2. Wirkungsmessung bleibt der zentrale Engpass.
Trotz hoher Relevanz wird der Erfolg interner Kommunikation in vielen Organisationen nicht systematisch gemessen, was ihre strategische Legitimation schwächt.
3. Führungskräfte sind entscheidend für Wirksamkeit, aber unzureichend befähigt.
Ihr Einfluss ist hoch, ihre kommunikative Unterstützung jedoch meist punktuell und operativ statt strategisch angelegt.
4. Künstliche Intelligenz ist operativer Standard, strategisch jedoch unterreguliert.
KI wird intensiv genutzt, ist aber selten in klare Governance-, Compliance- und Steuerungsmodelle eingebettet.
5. Kultur, Sinn und emotionale Bindung gewinnen deutlich an Bedeutung.
Interne Kommunikation entwickelt sich zunehmend zur zentralen Instanz für Orientierung und Identitätsarbeit in Organisationen.
Der Trendmonitor Interne Kommunikation 2026 zeigt ein klares Bild: Interne Kommunikation hat sich zu einem strategischen Funktionsbereich entwickelt. Sie soll Transformation begleiten, Führung unterstützen und kulturelle Orientierung stiften. Gleichzeitig fehlen in vielen Organisationen die strukturellen Voraussetzungen, um diesen Anspruch dauerhaft einzulösen.
Zentrale Defizite liegen in der strategischen Verankerung, der Wirkungsmessung und der systematischen Befähigung von Führungskräften. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bleibt häufig operativ geprägt, ohne in ein übergeordnetes Governance- und Steuerungsmodell eingebettet zu sein.
Die Weiterentwicklung interner Kommunikation erfordert daher mehr als neue Kanäle oder Formate. Entscheidend sind klare Strategien, definierte Rollen, belastbare Messlogiken und eine realistische Ressourcenplanung. Nur so kann interne Kommunikation ihre Wirkung entfalten und als stabilisierender Faktor in Zeiten permanenter Veränderung wirken.
Interne Kommunikation wird damit zur Führungs- und Steuerungsaufgabe – wer sie weiterhin nur als operativen Kanal versteht, verspielt ihre strategische Wirkung.
Als PR-Agentur München unterstützen wir Organisationen genau in diesem Entwicklungsprozess. Wir verbinden strategische Klarheit mit analytischer Tiefe und operativer Umsetzbarkeit – von der IK-Strategie über Change- und Führungskommunikation bis zur Wirkungsmessung.
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Hier geht’s zum aktuellen Trendmonitor der Internen Kommunikation 2026.
Der Artikel wurde mit Unterstützung von ChatGPT 5.2. erstellt.
Geschäftsführerin consense communications GmbH (GPRA) Expertin für Strategie-, Change- und Krisenkommunikation sowie zertifizierte systemische Coachin und Organisationsentwicklerin. Strategin für Kommunikation im KI-Zeitalter.