Wer heute wirksam kommunizieren will, muss Inhalte so entwickeln, dass sie Menschen überzeugen, Suchmaschinen Orientierung geben und von KI-Systemen als verlässliche Quelle erkannt werden.
Kommunikationsteams müssen seit 2026 für drei Zielgruppen gleichzeitig schreiben: für Menschen mit begrenzter Aufmerksamkeit, für klassische Suchmaschinen und für KI-Suchsysteme. Jede Zielgruppe bewertet Texte anders. Menschen brauchen Klarheit. Suchmaschinen belohnen Tiefe und thematische Autorität. KI-Systeme suchen zitierfähige Definitionen, klare Begriffe und belastbare Quellen. Wer nur eine dieser Logiken bedient, verliert in den beiden anderen. Teil 7 unserer Serie KI in der Kommunikation zeigt, wie sich dieses Trilemma im Kommunikationsalltag auflösen lässt.
Das Zielgruppen-Trilemma der Unternehmenskommunikation beschreibt die Spannung zwischen drei unterschiedlichen Bewertungslogiken: Menschen erwarten knappe, verständliche und relevante Texte. Klassische Suchmaschinen belohnen Keyword-Klarheit, inhaltliche Tiefe und thematische Autorität. Generative KI-Systeme bevorzugen Quellen mit klaren Definitionen, nachvollziehbarer Begriffslogik, eigener Datenbasis und belastbaren Autoren-Signalen.
Die Lösung liegt nicht im kleinsten gemeinsamen Nenner. Sie liegt in einer besseren Inhaltsarchitektur: Layered Content. Inhalte werden so aufgebaut, dass sie mehrere Einstiegstiefen bieten – schnelle Orientierung für Menschen, klare Struktur für Suchmaschinen und zitierfähige Informationen für KI-Systeme.
Kommunikation hat heute drei Adressaten zugleich. Texte müssen für Menschen verständlich sein, in klassischen Suchmaschinen wie Google und Bing auffindbar bleiben und von KI-Suchsystemen als belastbare Quelle erkannt werden.
Daraus entsteht ein echtes Zielgruppen-Trilemma. Menschen brauchen kurze, klare und gut strukturierte Texte. SEO belohnt Keyword-Klarheit, saubere Headline-Hierarchien und thematische Autorität. GEO bevorzugt klare Definitionen, eigene Daten, strukturierte Informationen und nachvollziehbare Autoren-Signale.
Der Zielkonflikt wird durch die Content-Explosion verschärft. Internet, Social Media und generative KI haben die Menge an Informationen massiv erhöht. Das globale Datenvolumen ist in zehn Jahren um mehr als das Zehnfache gewachsen. Die bewusste menschliche Aufnahmefähigkeit bleibt dagegen begrenzt.
Die Folge ist stärkere Selektion. Wenn mehr Inhalte auf dieselbe begrenzte Aufmerksamkeit treffen, wird härter gefiltert – im Alltag genauso wie im Beruf. Acht von zehn Beschäftigten erleben heute Information Overload. Smart Brevity ist deshalb keine Modeerscheinung, sondern eine Reaktion auf einen messbaren Aufmerksamkeitsmangel.
Die Lösung liegt nicht darin, für alle gleich zu schreiben. Entscheidend ist, Inhalte so zu entwickeln, dass sie menschliche Orientierung ermöglichen und zugleich die Anforderungen von SEO und GEO erfüllen. In unserer Beratungspraxis helfen dafür vor allem drei Ansätze: Layered Content, Format-Differenzierung und Zielgruppen-Selektion.
Dieser Beitrag ist Teil 7 unserer Serie: KI in der Kommunikation. Er schließt unsere Serie zur Disruption der Unternehmenskommunikation durch generative KI ab. Wer am Anfang einsteigen will, beginnt mit Teil 1: KI als neue Zielgruppe. Die Teile 2 bis 6 vertiefen Kanal-Logik, Schreiben nach dem E-E-A-T-Prinzip, KI-Redaktion in fünf Phasen, Reputation und Krisenkommunikation.
Über Jahre konnten Kommunikationsteams ihre Texte relativ linear an Zielgruppen ausrichten. Pressetexte gingen an Medien, Pillar-Seiten wurden für Google geschrieben, LinkedIn-Posts richteten sich an Stakeholder. Die unterschiedlichen Bewertungslogiken waren bekannt, mussten aber selten in einem einzigen Text gleichzeitig berücksichtigt werden.
2026 verändert sich das. Kommunikation muss künftig drei Anforderungen zugleich erfüllen: Sie muss für Menschen verständlich und relevant sein, für klassische Suchmaschinen auffindbar bleiben und von KI-Suchsystemen als belastbare Quelle erkannt werden. Drei Entwicklungen erklären, warum dieses Zielgruppen-Trilemma jetzt im Kommunikationsalltag ankommt.
Mit dem Internet, Social Media und generativer KI haben drei aufeinanderfolgende Entwicklungen die Aufmerksamkeit von Zielgruppen immer stärker beansprucht. Das globale Datenvolumen ist laut IDC Global Datasphere Forecast von rund 15,5 Zettabyte im Jahr 2015 auf voraussichtlich 175 Zettabyte im Jahr 2025 gestiegen. Das ist mehr als eine Verzehnfachung innerhalb von zehn Jahren. Diese Entwicklung zeigt sich beispielsweise auf LinkedIn deutlich: Seit dem Start von ChatGPT ist die Zahl KI-generierter Beiträge stark gestiegen. Ende 2025 dürfte bereits mehr als die Hälfte der längeren Beiträge auf der Plattform KI-generiert sein.
Unser Nervensystem nimmt zwar enorme Mengen an Informationen auf. Bewusst verarbeiten können wir davon jedoch nur einen sehr kleinen Teil. Tor Nørretranders beschreibt in Spüre die Welt, dass das Nervensystem rund 11 Millionen Bit pro Sekunde aufnimmt, während unser Bewusstsein nur etwa 40 Bit pro Sekunde verarbeitet.
Ein Mensch verarbeitet bewusst weniger Information an einem ganzen Tag, als in einer einzigen hochauflösenden Foto-Datei steckt. Über ein ganzes Leben passt die Summe aller bewusst verarbeiteten Informationen auf einen einfachen USB-Stick.
Die Verarbeitungsgeschwindigkeit des menschlichen Gehirns hat sich seit Jahrtausenden kaum verändert. Verändert hat sich jedoch die Menge an Informationen, die täglich um unsere Aufmerksamkeit konkurriert.
Wenn die Informationsmenge wächst, die menschliche Aufnahmefähigkeit aber gleich bleibt, muss das Gehirn stärker filtern. Das gilt im privaten Alltag genauso wie im Berufsleben. Wie hoch der Druck inzwischen ist, zeigt der Microsoft Work Trend Index 2025: Wissensarbeiter:innen erhalten im Durchschnitt 117 E-Mails und 153 Teams-Nachrichten pro Tag. Bereits 2022 gaben laut OpenText-Survey 80 % der Beschäftigten an, unter Information Overload zu leiden. Der Trend dürfte sich seither weiter verschärft haben. Hinzu kommt steigender Entscheidungsdruck: Eine Oracle-Studie aus dem Jahr 2023 zeigt für Deutschland, dass sich die Zahl der täglichen Entscheidungen für Mitarbeitende laut Selbstauskunft innerhalb von drei Jahren verzehnfacht hat.
In unserer Beratungspraxis sehen wir die praktische Folge sehr deutlich: Auch Inhalte der interne Kommunikation werden nur noch selten vollständig gelesen. Sie werden gescannt, priorisiert oder übersprungen. Smart Brevity ist deshalb keine Modeerscheinung. Es ist eine Reaktion auf einen messbaren Mangel an Aufmerksamkeit – und auf die Notwendigkeit, Informationen schneller erfassbar, klarer strukturiert und besser nutzbar zu machen.
Bevor wir zeigen, wie sich das Zielgruppen-Trilemma in der Praxis lösen lässt, lohnt ein Blick auf die Tradition, in der Smart Brevity steht. Denn das Ziel ist nicht neu: Menschen brauchen verständliche Informationen, um zu lernen, zu entscheiden und zu handeln. Neu ist vor allem der kommunikative Kontext. Inhalte müssen heute schneller erfassbar, kanalübergreifend nutzbar und unter hohem Aufmerksamkeitsdruck wirksam sein.
In unserer Arbeit als PR-Agentur für komplexe und anspruchsvolle Themen beschäftigen wir uns mit verschiedenen methodischen Ansätzen, die helfen, Sprache klar und verständlich zu formulieren. Smart Brevity ergänzt diese Ansätze und ist besonders geeignet für Texte, die nicht mehr linear gelesen, sondern zunächst nur gescannt werden.
Methode | Anker | Schwerpunkt |
|---|---|---|
Wolf Schneider seit den 1980er-Jahren | Stilistisches Handwerk | Aktiv statt Passiv, Verb statt Substantiv, kurze Sätze; die Klartext-Schule |
Hohenheimer Verständlichkeitsindex, Universität Hohenheim, 2008 | Messmethode | Skala von 0 bis 20, verständlich ab 10, einfache Sprache ab 16 |
Wortliga, Online-Tool aus München | Tool-gestützte Selbstkontrolle | Berechnung eines Lesbarkeitswerts nach einer deutschsprachigen Flesch-Variante* sowie Erkennung langer Sätze, Nominalstil und Passiv |
Smart Brevity, Axios 2014/2022 | Format-Logik | Lead-Bullet, Hervorhebungen, Scanbarkeit und Weißraum |
Eine Flesch-Adaption* ist die an eine Sprache angepasste Variante des Flesch Reading Ease Index. Dieser Index misst die Lesbarkeit eines Textes vor allem anhand von Satzlänge und Wortlänge beziehungsweise Silbenzahl. Die ursprüngliche Formel wurde für englische Texte entwickelt; für deutsche Texte wurde sie angepasst, weil deutsche Wörter im Durchschnitt länger sind als englische. Diese deutsche Variante wird häufig als Flesch-Amstad bezeichnet.
Aus unserer Sicht ist Smart Brevity deshalb keine neue Theorie der Verständlichkeit, sondern eine aktuelle Format-Antwort auf ein altes Grundbedürfnis: Informationen so aufzubereiten, dass Menschen sie schnell erfassen, einordnen und nutzen können. Wer 2026 für Menschen schreibt, verbindet stilistisches Handwerk, messbare Klarheit, tool-gestützte Korrektur und scannbare Strukturen. Diese Ebenen ersetzen einander nicht. Sie wirken zusammen.
Die drei Zielgruppen und ihre Logiken
Zielgruppe | Schreib-Logik | Erwartung | Risiko bei Überoptimierung |
Mensch | Verständlichkeit | Klarheit, Kürze, Empathie | Verlust an Tiefe – Texte werden zu seicht bzw. Emotionen gehen verloren |
Klassische Suche | SEO | Keyword-Klarheit, Tiefe, Topical Authority | Geringe Lesefreude – Texte ermüden durch künstliche Häufung von Begriffen |
KI-Suche | GEO | Definitionen, eigene Daten, Zitierfähigkeit | Texte wirken wie für Maschinen geschrieben, Aufbau oft nicht lesefreundlich |
Was den einen freut, frustriert den anderen. Wer ausschließlich auf Smart Brevity setzt, verliert SEO-Tiefe und KI-Zitierfähigkeit. Wer für KI optimiert, schreibt im Definitions-Stil – brauchbar für maschinelle Zitate, ermüdend für menschliche Lesegewohnheiten. Die einzige nachhaltige Lösung: Texte schichtweise aufbauen.
Ein Text muss nicht für alle Zielgruppen auf dieselbe Weise funktionieren. Besser ist ein Aufbau in mehreren Schichten Oben steht ein kurzer, klarer Einstieg für Menschen unter Zeitdruck. In der Mitte folgen Definitionen, FAQ-Elemente und prägnante Aussagen, die von KI-Systemen gut erkannt und zitiert werden können. Weiter unten stehen vertiefende Informationen, Daten und Quellen für klassische Suchmaschinen und für Stakeholder, die tiefer einsteigen möchten. So richtet sich ein Inhalt an drei Zielgruppen – aber nicht mit derselben Textlogik. Vgl. dazu auch HyperWeb 2026.
Nicht jedes Format braucht dieselbe Tiefe. Service-Seiten oder Landingpages müssen vor allem schnell verständlich sein und zur Handlung führen. Hier ist eine klare, knappe Struktur besonders wichtig. Pillar-Seiten, Fachbeiträge oder Whitepaper dürfen und müssen mehr Tiefe bieten, um Expertise sichtbar zu machen.
Pressemitteilungen folgen 2026 einer klaren Hierarchie: Der eigentliche Pressetext bleibt kurz, übersichtlich und schnell erfassbar. Er richtet sich vor allem an Journalist:innen. Besonders wichtig sind dabei Headline und Sprecher-Zitat.
Zusätzliche Inhalte für GEO, zum Beispiel Definitionsblöcke, FAQs oder Listen zum Datenstand, werden nur ergänzt, wenn sie wirklich nötig sind. Dann gehören sie in den Anhang oder in einen Block mit Hintergrundinformationen. So bleibt der Pressetext journalistisch nutzbar, ohne dass zusätzliche Ebenen die zentrale Botschaft überladen.
Wie Headline und Sprecher-Zitat konkret aufgebaut sein sollten, zeigen wir in Teil 3 unserer Serie über das E-E-A-T-Prinzip.
Vor jedem Text sollte klar sein, welcher Adressat im Vordergrund steht: Mensch, klassische Suche oder KI-Suche. Die beiden anderen Zielgruppen werden nicht ignoriert, aber gezielt mitversorgt – etwa über Verlinkungen, Definitionen, FAQ-Blöcke, Quellen oder weiterführende Beiträge. Diese Klärung klingt unspektakulär, ist in der Praxis aber entscheidend. Denn Texte, die gleichzeitig alles für alle sein wollen, verlieren oft an Klarheit.
Bevor wir die Serie beenden, lohnt sich ein Blick zurück. 2026 geht es nicht nur darum, Inhalte für Menschen, Suchmaschinen und KI-Systeme zugleich zu schreiben. Es geht um Kommunikation in einer veränderten Wahrnehmungsordnung.
Social Media war die erste große Disruption dieser Art. Anfang der 2000er-Jahre verschob sich das Verhältnis von Sender und Empfänger grundlegend: Aufmerksamkeit wurde knapper, Öffentlichkeit fragmentierter, Kommunikation dialogischer und schneller.
KI verschiebt diese Ordnung nun erneut. Der Unterschied: Die Veränderung entsteht nicht primär durch neue Kanäle, sondern durch eine neue Antwort- und Auswahlebene zwischen Stakeholder und Inhalt. Menschen suchen nicht mehr nur nach Quellen. Sie erhalten zunehmend verdichtete Antworten, die Quellen auswählen, gewichten und sprachlich neu zusammensetzen.
Filterblasen – nüchtern betrachtet.
Da ist die Sorge vor KI-getriebenen Bubbles verständlich, sollte jedoch präzise formuliert werden. Bereits bei Social Media wurde die Wirkung klassischer Filterblasen lange überschätzt. Was KI verändert, ist subtiler: Sie verstärkt nicht zwingend die persönliche Blase des Einzelnen, sondern kann die Homogenität von Antworten erhöhen. Wenn mehrere Stakeholder dieselbe Frage an ein KI-System stellen, erhalten sie oft erstaunlich ähnliche Deutungen, Begriffe und Gewichtungen. Für Kommunikationsteams ist das relevant, weil sich dadurch nicht nur Sichtbarkeit verändert, sondern auch die Vielfalt der Perspektiven, mit denen Themen wahrgenommen werden.
Erste Sättigungssignale.
Gleichzeitig werden auf Plattformen wie LinkedIn erste Ermüdungserscheinungen sichtbar. Wenn immer mehr Beiträge ähnlich klingen, ähnlich aufgebaut sind und ähnliche Argumentationsmuster verwenden, sinkt der wahrgenommene Wert einzelner Inhalte. Authentizitätszweifel nehmen zu, Reichweiten geraten unter Druck und Stimmen mit erkennbarer Expertise gewinnen wieder an Bedeutung. Damit zeichnet sich eine Gegenbewegung ab: Entscheidend ist nicht mehr nur, wie effizient ein Text produziert wurde, sondern ob er eine eigene Perspektive erkennen lässt.
Die Reproduktionsfalle.
Daraus entsteht die strategisch wichtigste Frage: Wenn KI vor allem reproduziert, verdichtet und variiert, was bereits veröffentlicht wurde, was passiert dann, wenn immer weniger originäre Perspektiven in die Welt kommen? Für Kommunikationsteams wird Originalität deshalb entscheidend. Eigene Daten, eigene Beobachtungen, klare Standpunkte und belastbare Einordnungen werden nicht nur für heutige Stakeholder relevant. Sie prägen auch, worauf KI-Systeme künftig zugreifen, was sie verdichten und welche Bilder von Branchen, Unternehmen und Themen entstehen.
Drei Adressaten mit unterschiedlichen Bewertungslogiken erwarten 2026 unterschiedliche Texte: Menschen wollen verständliche, scannbare Inhalte. Klassische Suchmaschinen belohnen Tiefe und Keyword-Klarheit. Generative KI-Systeme zitieren bevorzugt definitionsstarke, kohärente Quellen. Wer für nur eine Logik schreibt, verliert in den beiden anderen.
Wolf Schneider liefert stilistisches Handwerk. Der Hohenheimer Verständlichkeitsindex misst Verständlichkeit auf einer Skala von 0–20. Wortliga ist ein Online-Tool zur Selbstkontrolle. Smart Brevity ist die jüngste Methode – mit konkreter Format-Logik aus Lead-Bullets, Bold-Markierungen und Whitespace. Die vier ergänzen sich.
Layered Content ist ein Schichten-Modell für Texte, das drei Adressaten gleichzeitig bedient. Ein Top-Layer mit Smart-Brevity-Lead spricht Menschen unter Zeitdruck an. Ein Mid-Layer mit Definitions-Snippets und FAQ-Blöcken liefert zitierfähige Bausteine für KI-Suchsysteme. Ein Deep-Layer mit SEO-Tiefe, eigenen Daten und Quellen bedient klassische Suche und Stakeholder mit Vertiefungswunsch. Die drei Schichten widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich aus einem Dokument heraus.
Topical Authority ist die thematische Autorität einer Website oder Domain zu einem bestimmten Themenfeld. Suchmaschinen wie Google und Bing bewerten, ob eine Quelle ein Thema umfassend, tief und konsistent abdeckt – durch viele zusammenhängende Beiträge, eigene Daten, hochwertige Verlinkungen und Expert:innen-Signale. Hohe Topical Authority verbessert klassische Suchrankings und gilt zugleich als wichtiges Signal für KI-Suchsysteme bei der Quellenauswahl.
Über sieben Beiträge hinweg haben wir gezeigt, wie generative KI die Unternehmenskommunikation 2026 verändert. Wenn sich daraus eine Schluss-These ziehen lässt, dann diese: Die Aufgabe für die Kommunikation wird größer, nicht kleiner. Und genau deshalb wird sie wichtiger.
Wer Inhalte entwickelt, die für begrenzte menschliche Aufmerksamkeit, klassische Suchmaschinen und maschinelle Antwortsysteme zugleich funktionieren, leistet eine Übersetzungsarbeit, die kein Tool allein übernehmen kann. Das Zielgruppen-Trilemma bedroht die Kommunikationsabteilung nicht. Es zeigt, warum wir Kommunikator:innen in der KI-Ära gebraucht werden.
Für die menschliche Verständlichkeit gibt es bewährte Ansätze: von Wolf Schneider über die Hohenheimer Verständlichkeitsforschung bis zu Smart Brevity. Für SEO zählen Keyword-Klarheit, Struktur und Topical Authority. Für GEO kommen klare Definitionen, zitierfähige Aussagen, Layered Content und LLM-Seeding hinzu.
Was darüber hinaus entscheidend bleibt, sind eigene Stimmen, eigene Daten und eigene Standpunkte. Genau das kann KI nicht aus sich selbst heraus erzeugen. Und genau das müssen wir der nächsten Generation von Kommunikator:innen vermitteln.
Eigene Perspektiven, eigene Daten und klare Standpunkte wirken 2026 über den Moment hinaus. Sie prägen die Wahrnehmung von morgen!
Sie möchten Ihre Kommunikation auf das Zielgruppen-Trilemma ausrichten? Als Münchner Agentur für Unternehmenskommunikation und Pressearbeit unterstützen wir Unternehmen dabei, Inhalte für Menschen, Suchmaschinen und KI-Systeme wirksam zu entwickeln. Dafür verbinden wir klassische PR, unseren Anspruch an verständliche Sprache sowie Generative Engine Optimization (GEO) zu einer integrierten Kommunikationspraxis.
Sprechen Sie uns gerne an.
Microsoft Work Trend Index 2025 Studie: Das Geburtsjahr der Pionier-Unternehmen. Work Trend Index 2025: Das Geburtsjahr der Pionier-Unternehmen | News Center Microsoft; Special Report „Die unendliche Arbeitszeit" (mit der 117 E-Mails + 153 Teams-Nachrichten-Zahl): https://news.microsoft.com/source/emea/2025/06/neue-microsoft-studie-zeigt-anstieg-der-endlosen-arbeitszeit-40-der-mitarbeitenden-rufen-e-mails-vor-6-uhr-morgens-ab-meetings-am-abend-steigen-um-16-prozent/?lang=at
OpenText (2022). https://blogs.opentext.com/unlock-the-information-advantage-to-combat-information-overload/; Primärbeleg mit der 80 %-Zahl (BigDataWire-Bericht, 18. August 2022): https://www.bigdatawire.com/2022/08/18/report-80-of-global-workers-experience-information-overload/
Universität Hohenheim, Klartext-Initiative: Hohenheimer Verständlichkeitsindex. klartext.uni-hohenheim.de/hix
Wolf Schneider: Deutsch für Profis, Goldmann, 2001. Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil
Wortliga: Online-Tool für Verständlichkeitsanalyse. wortliga.de
Jim VandeHei, Mike Allen, Roy Schwartz: Smart Brevity: The Power of Saying More with Less, Workman 2022. Smart Brevity: The Power of Saying More with Less (Revised and Updated) : VandeHei, Jim, Allen, Mike, Schwartz, Roy: Amazon.de: Bücher
Tor Nørretranders: Spüre die Welt – Die Wissenschaft des Bewusstseins, Rowohlt 1994. Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins - Nørretranders, Tor: 9783498046378 - AbeBooks
IDC Global Datasphere Forecast (2024): Wachstum des globalen Datenvolumens von 15,5 ZB (2015) auf voraussichtlich 175 ZB (2025), verbreitet u. a. über Statista.
Oracle: Decision Dilemma Study, Januar 2023 (n = 1.000 in Deutschland, Anzahl täglicher Entscheidungen verzehnfacht in drei Jahren). gelesen auf Die wachsende Datenflut belastet viele Unternehmen
Cybernews (2026): Why AI-generated posts are failing LinkedIn’s algorithms. cybernews.com
Brendan Brooks (HyperWeb 2026): Smart Brevity vs. SEO – The Content Length Tension. hyperweb.com.au
Stark / Magin / Jürgens (2020): Maßlos überschätzt. Filterblasen und Echokammern, in: Digitale Informationsumgebungen, Springer. Maßlos überschätzt. Ein Überblick über theoretische Annahmen und empirische Befunde zu Filterblasen und Echokammern | Springer Nature Link
KI als neue Zielgruppe: 7 GEO-Trends für CMOs 2026 (Teil 1 dieser Serie) – Die strategische Verortung, aus der das Trilemma folgt.
Authority, Visibility, Impact: Die neuen KPIs der PR-Erfolgsmessung – Wie sich die Wirkung des Trilemma-Frameworks in messbare Größen übersetzt.
Strategisches Medienmonitoring 2026 – Wie Sie operativ erkennen, welche Schicht Ihrer Texte tatsächlich Wirkung entfaltet.
Dieser Artikel schließt als Teil 7 die Serie zu KI in der Kommunikation und Generative Engine Optimization (GEO) ab.
Teil 1 KI als neue Zielgruppe: Wie GEO die Arbeit von Kommunikationsabteilungen ab 2026 verändert
Teil 2 Welche Kanäle die KI-Suche zitiert – und wie Unternehmen 2026 ihre Reputation steuern
Teil 3 Schreiben für KI nach dem E-E-A-T-Prinzip: Wie Website-Content und Pressebeiträge zitierfähig werden
Teil 4 KI-Texte in der Praxis: KI-Tools und Prompt-Vorlagen für Kommunikationsteams
Teil 5 Reputation in der KI-Ära: Wie Unternehmen 2026 ihr Markenbild in der KI-Suche steuern
Teil 6 Krisenkommunikation in der KI-Ära: Wenn KI Ihre Krise erzählt
Teil 7 Smart Brevity vs. GEO (jetzt): Das Trilemma der KI-Texte – wie Kommunikationsteams für KI, Google und Mensch gleichzeitig schreiben
Die Autorin Claudia Thaler ist Geschäftsführerin der PR-Agentur consense communications GmbH (GPRA) in München. Seit über 25 Jahren begleitet sie mittelständische Unternehmen, DAX-Konzerne und NGOs in den Bereichen Change, Krisenkommunikation, interne Kommunikation und Reputationsmanagement. Seit 2024 liegt ihr Schwerpunkt auf KI-getriebenen Veränderungen in der Kommunikation. → Vollständiges Autorenprofil auf dieser Website · Claudia Thaler auf LinkedIn.
Die Autorin hat diesen Artikel auf Basis ihrer fachlichen Expertise und mit Unterstützung von Claude Opus 4.7 sowie ChatGPT erstellt. Credits Bild: metamorworks (iStock).
Geschäftsführerin consense communications GmbH (GPRA) Expertin für Strategie-, Change- und Krisenkommunikation sowie zertifizierte systemische Coachin und Organisationsentwicklerin. Strategin für Kommunikation im KI-Zeitalter.